Die NORWAY (Ex-FRANCE), einst das längste je gebaute Passagierschiff der Welt und der letzte echte Transatlantikliner, wurde nach einer Kesselexplosion in Miami am 25.05.2003 nach Bremerhaven verbracht. Dort wurde die Möglichkeit, das infolge der Kesselexplosion antriebslose und stark asbestverseuchte Schiff wieder in Fahrt zu bringen, überprüft.

Letztlich wurde die Reparatur verworfen. Das Schiff lag bis Mai 2005 in Bremerhaven auf. Bemühungen, das Schiff zu retten und es als Hotel- oder Kasinoschiff einzusetzen, scheiterten (leider). Die NORWAY wurde so im Mai 2005 nach Port Kelang, Malaysia, geschleppt.

Dort lag sie bis Sommer 2006 auf Reede. Die zwischenzeitliche Umbenennung in BLUE LADY ließ schon nichts Gutes erwarten. Die Gerüchte, sie sei an indische Verwerter verkauft worden, verdichteten sich mehr und mehr.

Im Juni 2006 wurde die BLUE LADY in indische Gewässer geschleppt.

Am 15.08.2006 wurde sie auf den Strand von Alang, Indien, gesetzt, wo sie abgewrackt werden soll. Der endgültige Abbruch begann Anfang 2008. Damit endet eine lange und unwürdige Reise des einstigen Stolzes Frankreichs und eines der berühmtesten Transatlantikliner aller Zeiten.

Wieder einmal haben wirtschaftliche Interessen gesiegt und den Erhalt dieses maritimen Denkmals verhindert.

RIP BLUE LADY



2003-11-09 "Norway", aufliegend in Bremerhaven

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